Die Forschungsarbeiten an der Juniorprofessur umspannen diverse Rechtsfragen an der Schnittstelle von Recht und Technologie. Diese Seite bietet einen Überblick nur über große mit Drittmitteln geförderte Forschungsprojekte.
Exzellenzcluster: Transforming Human Rights
Das interdisziplinäre FAU-Projekt „Transforming Human Rights“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für sieben Jahre (2027–2032) als Exzellenzcluster gefördert (Pressemitteilungen der DFG und des CHREN).
Im Rahmen des Exzellenzclusters erforscht werden wird die Transformation der Menschenrechte angesichts fünf miteinander verknüpfter globaler Megatrends:
- Autokratisierung
- Fragmentierte ökonomische Globalisierung
- Internationaler Migration
- planetare Umweltkrisen
- Digitalisierung

Neben 24 weiteren Professor*innen der Universitäten Erlangen-Nürnberg, Oxford, Buenos Aires, Wien, Bayreuth und des Deutschen Instituts für Menschenrechte gehört Prof. Pesch zu den Principal Investigators (PIs) des Exzellenzclusters. Die rechtsübergreifende Forschung in der Arbeitsgruppe von Prof. Pesch wird hierdurch künftig verstärkt Menschenrechtsfragen von Informationstechnologien in den Blick nehmen, etwa in den Bereichen KI-Regulierung, Überwachung, automatisierter Entscheidungen und digitaler Beweise.

Der Exzellenzcluster wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert.
Forschungsprojekt: SMARD-GOV
Das Projekt SMARD-GOV hat zum Ziel, bislang kaum erforschte rechtliche, technische und sozialwissenschaftliche Anforderungen an den Einsatz automatisierter Entscheidungsunterstützungssysteme auf Basis von LLM zu ermitteln und ihre technisch-organisatorische Umsetzung zu validieren.
Das wichtigste Ergebnis des Projekts besteht in einer Spezifikation rechtskonformer, hinreichend performanter behördlicher Entscheidungsunterstützungssysteme und ihrer Validierung durch die Umsetzung in einem Demonstrator und dessen Evaluation mit Bedarfsträgerinnen.

| Projektpartnerinnen | FAU Erlangen-Nürnberg (Verbundkoordinatorin) Universität Münster Prosoz Herten GmbH |
| Fördermittelgeber | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Forschungsrahmenprogramm | Digital. Sicher. Souverän. |
| Bekanntmachung | Plattform Privatheit – IT-Sicherheit schützt Privatheit und stützt Demokratie (Call 2024) |
| Projektträgerin | VDI/VDE Innovation + Technik GmbH |
| Projektvolumen | 1,82 Mio. € |
| Gesamtfördersumme | 1,4 Mio. € inkl. Projektpauschale |
| Fördersumme FAU | 472.000 € inkl. Projektpauschale |
| Projektlaufzeit | 01/2025–12/2027 |

SMARD-GOV wird unter der Bekanntmachung „Plattform Privatheit – IT-Sicherheit schützt Privatheit und stützt Demokratie“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.
Forschungsprojekt: Manipulationssichere, auf Echtheit überprüfbare Bildaufnahmen
Das Projekt hat sich die Entwicklung von Verfahren zur Aufnahme manipulationssicherer und auf Echtheit überprüfbarer Fotos und Videos mittels Smartphones zum Ziel gesetzt. Dabei sind Sicherheitziele mit den Zielen der Nutzerfreundlichkeit und Praktikabilität in Einklang zu bringen.
Hierzu sind einerseits die spezifischen Anforderungen verschiedener Bedarfsträgerinnen (etwa Journalistinnen, Versicherungen, Polizeien) in verschiedenen Nutzungsszenarien (etwa bei der Dokumentation von Verbrechen in Krisengebieten, bei der Überprüfung von Schadensmeldungen oder der Aufnahme oder Überprüfung von Beweismaterial in Ermittlungsverfahren) zu berücksichtigen. Anderereits wird das Verfahren im Einklang mit rechtlichen Anforderungen, insb. datenschutzrechtlichen Vorgaben und beweisrechtlichen Prinzipien entwickelt.
| Projektpartnerinnen | dence GmbH FAU Erlangen-Nürnberg |
| Fördermittelgeber | Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) |
| Förderprogramm | Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) |
| Projektträgerin | AiF Projekt GmbH |
| Projektvolumen | 539.000 € |
| Gesamtfördersumme | 396.000 € |
| Fördersumme FAU | 220.000 € inkl. Projektpauschale |
| Projektlaufzeit | 08/2025–07/2027 |

Das Projekt wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.